Digital Communities

Apertus Open Source Cinema

Preis: Auszeichnung - Award of Distinction



Entwicklungs-Team
The Apertus camera uses technology from Elphel Inc., a company that has provided camera technology to the Google Corporation for its 'Street View' car rigs, and Google Book Scan project. This camera allows us to record video at resolutions beyond Full HD in a raw format (only offered by a select few high end digital cinema cameras at present) for a very reasonable price of approximately 1,500 USD (Elphel353 + HDD + Battery Pack). Using this open technology, we have been granted full control over all camera parameters. This has made it possible to use the camera for a wide range of tasks outside the normal film-making requiremnts in the areas of high speed recording, time lapse cinematography, stereo 3D capture and HDR image gathering. We have created custom software that ensures the image read out and all other operating parameters are synchronised between the two cameras in our functioning stereo 3D rig. Another Apertus software module allows the operator to view the video stream from a stereo 3D rig in an anaglyph mode with 3d glasses. Our viewfinder software (named 'ElphelVision') has been designed from the ground up as interactive touch-screen application. It displays real time video from the camera's sensor module with custom overlays (markers, safe area, etc.). ElphelVision allows the camera operator to alter all camera parameters and can also be used to playback recorded clips off the tablet computer's hard drive/storage unit. Members of our community have developed software to handle video format conversion and there are plans for creating software to deal specifically with raw video colour grading and proxy clip creation. On the hardware side we plan to develop a wired/wireless camera remote control otherwise referred to as the 'Dictator Interface'. This device sports an Arduino micro-controller which can be freely programmed and will act as a physical interface to connect further electronics to the camera for more complex interactions.

Adresse (URL):
http://www.apertus.org

Cyberarts 2012 - International Compendium Prix Ars Electronica 2012

Das Projekt Apertus Open Source Cinema entwickelt ein modulares Kamerasystem, das aus etlichen Hard- und Softwaremodulen besteht. Dabei verwenden wir freie (FLOSS) Software und offene Hardware, um ein Gerät zu bauen, das alle Funktionalitäten aufweist, die professionelle Filmemacher sowohl im Studio als auch im Freien brauchen.

Das Apertus-Projekt ist seinem Verständnis nach mehr als eine Hardware/Software-Initiative. Es ist eine lebendige Plattform für Filmemacher, Leute aus der Kreativindustrie, Künstler und Liebhaber. Apertus ist gleichzeitig Community-Bewegung, Wissensforum und ein Ökosystem von Menschen die einander unterstützen und für Freiheit eintreten. Wir engagieren uns für freie Technologie, freie Information, freie Bildung, freies Wissen, freie Kultur, freie Kunst usw. Dazu gehört auch, dass wir alles, was wir entwickeln, der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und mit Lizenzen schützen, die Freiheit garantieren, wie dies von der Free Software Foundation definiert wird (GNU GPL, Creative Commons usw.).

Die Filmproduktion galt lange als das Reich von ein paar auserwählten proprietären High-End-Herstellern. Dank des Geldes, das in Forschung, Entwicklung und Hightech-Herstellung in kleiner Stückzahl fließen, waren ihre Produkte nur den finanzstärksten Kunden vorbehalten. Dies ist eine geschlossene Welt par excellence. Erst in den letzten Jahren haben revolutionäre Veränderungen stattgefunden, und nun können auch kleinere Firmen innovative Kameras und andere Tools zu niedrigeren Preisen produzieren. Aber sie schützen ihre technologischen Geheimnisse um jeden Preis, und Hersteller blockieren den Zugang zum internen Design ihrer Produkte aus Angst, Marktanteile zu verlieren. Das hat dazu geführt, dass nur ungenaue oder überhaupt keine Dokumentationen existieren, und dass damit gedroht wird, Garantien für ungültig zu erklären – und zu künstlich beschnittenen Funktionalitäten. Das Ergebnis ist eine paradoxe Situation: Die Technologie fürs Filmemachen ist nun zwar verfügbar, aber nur dann, wenn die Freiheit, diese Tools zu nutzen, aufgegeben wird.

Bei Apertus glauben wir an offene Entwicklung und wollen in unserem Projekt vier wesentliche Freiheiten verwirklichen: Freiheit, Zugang zu sämtlichem Wissen zu haben, es zu nutzen und zu studieren; Freiheit, alles zu verändern und zu modifizieren; Freiheit, das ursprüngliche Wissen zu teilen; Freiheit, das Wissen über die Modifikationen und Veränderungen zu sharen. Am Beginn ging es bei Apertus lediglich darum, eine offene Kamera zu bauen. Im Jahr 2012 jedoch ist es bereits eine viel breitere Bewegung geworden. Nun steht das Projekt für: